Lago Camp

  • Ort: Maccagno con Pino e Veddasca (ca. 500 m)
  • Region: Lombardei / Lago Maggiore / Italien
  • Größe: ca. 1,5 Hektar
  • Standplätze: 90 / Mietunterkünfte: 19 / Dauercamper: 18
  • Parzellengröße: 30 bis 80 m²
  • Hunde erlaubt: Ja / kostenpflichtig / am Platz Leinenpflicht
  • Unser Aufenthalt: Mai 2022
  • Unser gebuchter Platz: M126 / ca. 65 m²
  • Campingplatz Homepage
  • Unser Reisebericht
Unsere persönliche Gesamtbewertung des Platzes:
Lage:
Das ‚Lago Camp‘ liegt direkt am Lago Maggiore in Maccagno con Pino e Veddasca auf der Ostseite des Sees – nur wenige Kilometer hinter der Schweizer Grenze in Italien (Lombardei).

See und Camp sind nur durch eine kleine Uferpromenade voneinander getrennt. Der Strand ist ein öffentlicher Strand (kein eigener Bereich für die Camp-Gäste, kein Hundestrand) und besteht aus groben Steinen. In den Ortskern Maccagno sind es etwa 500 Meter. Zur Schiffsanlegestelle sind es rund 600 Meter.

Die nächste öffentliche Haltestelle befindet sich in 500 Meter. In Fußnähe sind diverse Restaurants und Bars erreichbar. Maccagno con Pino e Veddasca ist noch kein Touristenort. Es ist sehr ruhig.
Ausstattung:
Das rund 1,5 Hektar große ‚Lago Camp‘ verfügt über ca. 90 Stellplätze für Urlauber. Die Größen reichen dabei von rund 15 qm (Biker-Zelt-Platz) bis ca. 80/90 qm (XL-Plätze).

Strom ist leider nicht direkt am Stellplatz vorhanden. Hier benötigt man je nach Platz ein langes Kabel, um an die vereinzelten Stromkästen zu gelangen. Der Strom muss zudem extra bezahlt werden. Ich persönlich fände eine Stellplatz-Pauschale inkl. Strom besser.

Etwas überrascht waren wir, dass es für den gesamten Platz nur zwei Frischwasser-Stationen gibt. Der normale Wasserhahn war während unseres Aufenthalts mit einem Schloss versehen. Wer sich Frischwasser holte, musste daher den Druckknopf ständig gedrückt halten, um die Gießkanne auffüllen zu können. Das schmerzte mit der Zeit in der Hand. Wir hatten ein wenig den Eindruck, dass es auch nicht so gewollt ist, sich mit (viel) Frischwasser zu versorgen.

Zusätzlich gibt es 18 Plätze für Dauercamper und 19 Mietunterkünfte in Form von Mietzelten, Glamping Mobilehomen und Chalets. Etwas außerhalb des Camps gibt es auch Ferienwohnungen zu mieten.

Es gibt ein sehr sauberes und schön gestaltetes Waschhaus für den gesamten Platz mit Babywickelraum und Hundedusche sowie Abwaschmöglichkeiten für das Geschirr (Außenbereich). Am Eingangsbereich befindet sich die Rezeption und direkt daneben die Bar mit einer überdachten Terrasse. Hier kann man sich seine vorbestellten Brötchen abholen oder auch Pizza und Pasta bestellen. Es gibt kleine Snacks und Eis. Und natürlich diverse Kaffeespezialitäten und Getränke. In einem Nebenraum befindet sich der kleine Supermarkt mit den wichtigsten Lebensmitteln und Getränken.

Hinweis: Die Brötchen müssen immer bis 17 Uhr am Vorabend in der Bar bestellt werden. Die Bezahlung erfolgt erst bei Abholung. Für Pizza & Pasta muss die Bestellung bis 17.30 Uhr am selben Tag erfolgen. Die Bezahlung ist sofort fällig. Das Essen kann dann ab 18.30 Uhr an der Bar abgeholt werden (Lieferant: Pizzeria um die Ecke). Wir haben uns 2 x Pizza bestelllt und waren begeistert. Sowohl von der Qualität als auch von den günstigen Preisen.
Hundefreundlichkeit:
Hunde sind auf dem Platz grundsätzlich erlaubt.
Je nach Saison kosten sie zwischen 5,- und 6,- € pro Hund/pro Nacht.

Auf den ersten Blick wirkt der Platz ehrlich gesagt nicht hundefreundlich. Gleich am Eingang ist ein großes Schild versehen, dass der Hund seine Geschäfte nicht am Platz verrichten darf. Die nächste öffentliche Wiese befindet sich allerdings in ca. 200 Meter Entfernung. Manchmal schafft das auch ein Hund nicht (vor allem nach einer längeren Autofahrt oder morgens nach dem Aufstehen). Es ist selbstverständlich, dass man die Hinterlassenschaften des Hundes wegräumt. Leider gibt es am Platz keinen einzigen Kotbeutel-Spender, es werden auch an der Rezeption keine ausgegeben. Diese findet man auch erst in ca. 200 Meter Entfernung (wir haben auch nur einen Spender entdeckt). Ich finde: Würde man hier Spender aufstellen, müsste man auch das Schild nicht anbringen und Hundebesitzer würden sich eher willkommen fühlen.

Auf unserem ersten Weg zum öffentlichen Strand dann das nächste Schild: Hunde verboten! Auch das verwirrte uns, da man uns vorab versicherte, dass Hunde mit an den Strand dürfen. Auf Nachfrage erhielt ich die Information, dass Hunde schon immer ‚geduldet‘ werden. ‚Geduldet‘ und ‚Willkommen‘ ist für mich jedoch ein großer Unterschied.

Am Platz gibt es eine Hundedusche direkt am Waschhaus. Den Code für den Zugang erhält man an der Rezeption.

Sonst wird für den Hund hier leider nichts geboten. Es gibt (auch mangels Platz) keine Auslaufwiese. Auch im kleinen Supermarkt gibt es keine Produkte für den Hund.

So gesehen kann man den Hund zwar auf den Platz mitnehmen. Besonders ‚hundefreundlich‘ würde ich das allerdings nicht beschreiben. Und da es außer der Hundedusche auch nichts für den Hund gibt, finde ich den Preis deutlich zu hoch.

Auch die engen Stellplätze finde ich für manche Hunde eher schwierig. Hunde können sich schnell bedrängt fühlen, wenn andere zu nah daran vorbei gehen. Das ist hier jedoch ganz normal, weil man sehr eng aufeinander sitzt.
TV und W-LAN:
Der TV-Empfang ist abhängig vom jeweiligen Stellplatz. Manche hatten keinerlei TV-Möglichkeit, da sie direkt unter dem dichten Baum standen. Bei uns klappte es sehr gut.

W-LAN ist am Platz enthalten, schwankte aber extrem. Für’s Streamen total ungeeignet. Selbst zum Arbeiten mit Mails abrufen wählte ich dann mein Handy als Hotspot – ging deutlich schneller. Vergleich: Mein eigener Hotspot: Normale Mail ohne Anhang wurde in Sekunden abgerufen. Mit dem W-LAN dauerte es über 5 Minuten.
Freizeitangebote am Platz:
In der Hauptsaison gibt es von Montag bis Freitag jeweils vormittags Kinderanimation. Ansonsten ist ein kleiner Spielplatz in der Nähe der Bar vorhanden. Auch in der Nähe der Mobilheime habe ich eine Schaukel entdeckt.

Vier SUP’s können kostenpflichtig ausgeliehen werden, ebenso Fahrräder (E-Bikes).

In den Sommermonaten finden immer mal wieder kleinere Events statt, wie Musik-Abende oder Cocktail-Workshops, Motto-Partys, etc. Nähere Infos sind auf der Homepage unter ‚Events‘ zu finden.

Ansonsten gibt es keine Freizeitmöglichkeiten direkt am Platz.
Ausflugsmöglichkeiten:
Maccagno con Pino e Veddasca ist ein sehr schöner und ruhiger Ort. Tourismus sucht man hier vergeblich. Aber genau das macht den Ort auch aus. Hier starten diverse Wanderwege. Am ‚Hausberg‘ von Maccagno oberhalb des alten Hafens gibt es zahlreiche Klettermöglichkeiten.

Mit dem Schiff (Anlegestelle ca. 600 m vom Platz entfernt) kann man diverse Orte am See anfahren und besuchen. Am einfachsten zu erreichen sind Cannobio auf der Westseite (ca. 15 Minuten Fahrt) und Luino auf der Ostseite (ca. 10 Minuten Fahrzeit). Weitere Orte sind mit div. Umstiegsmöglichkeiten erreichbar. Je weiter der Ort weg ist, desto umständlicher wird es allerdings auch. Leider macht die Schifffahrtsgesellschaft immer eine Mittagspause und auch sonst ist der Fahrplahn sehr spartanisch aufgelegt. Es erfordert daher vorab eine kleine Planung. Der Fahrplan hängt an der Anlegestelle aus und ist dort auch als Flyer erhältlich. Ich empfehle allerdings die Website http://www.rome2rio.com. Dort einfach die gewünsche Strecke eintragen und Fahrzeiten sowie Verbindungsmöglicheiten (ggf. ist z. B. der Bus besser) abrufen.

Radtouren habe ich keine unternommen, da es hier kaum Radwege gibt. Einen Großteil der Strecke legt man in aller Regel auf der Hauptstraße zurück. Diese ist nicht nur in vielen Teilen eng, sie führt auch durch dunkle Tunnel. Das kann mitunter gefährlich werden.

Ansonsten lädt natürlich der öffentliche Strand zum Erholen und Sonnenbaden ein.
Freundlichkeit:
Alle Mitarbeiter des ‚Lago Camp‘ waren zu jeder Zeit sehr freundlich. Sowohl im Vorfeld via Instagram und E-Mail, als auch dann vor Ort beim Check-In und der Abholung der Brötchen etc.
Was wir Euch unbedingt noch dazu erzählen müssen (Tipps & Tricks):
Wir haben schöne Tage hier im ‚Lago Camp‘ verbracht, nette Leute kennengelernt und tolle Orte erkundet. Die Lage des Camps direkt am See ist natürlich ein großer Pluspunkt.

Uns persönlich war der Platz allerdings deutlich zu klein. Die Parzellen sind für unsere Begriffe viel zu klein gestaltet und man sitzt an den meisten Stellen schon ziemlich dicht aufeinander. Das hat nicht unbedingt damit was zu tun, dass die Wohnmobile immer größer werden (wie man mir sagte). Auch für Vans und Wohnwägen war es ziemlich eng und mit unserem 6,6 Meter großen Sunlight gehören wir sicher auch nicht zu den Groß-Wohnmobilisten.

Um auf die Plätze zu gelangen, muss man stellenweise ziemlich rangieren. Unsere Markise konnten wir gar nicht richtig ausfahren, da sie sonst auf dem Durchfahrtsweg gestanden wäre. Die Gespräche der Nachbarn bekam man unwillkürlich mit. Wir waren froh um unseren Sichtschutz an der Markise, um wenigstens etwas abgeschirmt zu sein.

Auch für die Hunde kann eine solche Enge befremdlich wirken, wenn die Nachbarshunde an langer Leine einfach mal schnell vorbei schauen.

Ist die Rezeption nicht (mehr) besetzt, können die Camper einfach auf ihren Platz durchfahren und melden sich dann am nächsten Tag an. Grundsätzlich eine tolle Idee. Allerdings bekamen wir es mehrmals mit, dass sich die Leute einfach irgendwo hinstellten – was dann wiederum zu Unmut der eigentlich gebuchten Gäste führte. Es gab häufig ein Hin und Her.

Zur Hundefreundlichkeit hatte ich ja oben schon geschrieben, dass Hunde zwar geduldet sind. Eine überschwängliche Hundefreundlichkeit konnte ich aber nicht feststellen. Man darf den Hund mitnehmen. Es ist aber nichts für ihn geboten.

Aufgrund der Enge des Platzes und dem (bei uns) nicht vorhandenen Kinderprogramm liefen und kreischten die Kids quer durch das Camp. Ununterbrochen klingelnde Fahrräder, Geschrei, Gebrüll und mit Schwimmnudeln auf sich einschlagende Jungs nur zwei Meter vor unserer Nase, vorzugsweise ab 19 Uhr, brauchte gute Nerven. Was ich bisher auch nur hier gesehen habe und bis heute nicht verstehe: Permanent nackig herumlaufende Kinder. Muss das sein? Das kann man zu Hause machen, aber nicht auf einem vollbesetzten Platz. Besonders ärgerlich: Hunde dürfen kein Pipi auf dem (eigenen) Stellplatz machen. Kinder können es aber einfach laufen lassen, wo sie gerade stehen? Dafür kann natürlich das Camp nichts, aber man sollte darauf achten, dass auch die Kids sich hier anständig verhalten und bekleidet sind.

Alles in allem ein Platz, den ich persönlich nur außerhalb der Saison, wenn nicht so viel los ist, besuchen würde. Wenn nur jede zweite Parzelle belegt ist und man etwas mehr Freiraum hat. Auch würde ich den Platz nur für kleine Vans, Bullis und Zelte empfehlen. Wohnwägen nur bedingt (normale Größe). Wer jedoch kleine Plätze liebt und nicht viel drumherum braucht, für den ist er genau richtig.
Diese Bewertung entspricht unserer persönlichen Meinung.

Hier noch ein kleines Video von uns vom Platz: